NACHGEFRAGT

 

Bildformate

 

Arbeitet man mit Bildern, kann man es mit zwei unterschiedlichen Bilddateien zu tun bekommen:

- mit Vektordaten oder

- mit Pixeldaten.

Vektordaten sind im allgemeinen Grafiken und haben meistens die Endung .eps oder eine Endung, die auf das Erstellungsprogramm hinweist wie beispielsweise

.ai (Adobe Illustrator), .fh (Macromedia Freehand), .cdr (Coral Draw). Der  Vorteil von Vektorgrafiken liegt darin, dass alle Elemente in ihnen über geometrische Zuordnungen definiert sind. Die Dateigrößen sind im allgemeinen sehr gering und trotzdem können die Grafiken beliebig vergößert und verkleinert werden können ohne dass ein Qualitätsverlust auftritt. Die meisten Firmenlogos sind als Vektorgrafiken erstellt. Pixeldaten sind – wie schon der Name sagt – aus einzelnen Bildpunkten, Pixeln, aufgebaut. Dateien mit der Endung .tif, .jpg oder .gif sind immer Pixeldateien. Auch hier gibt es programmspezifische Endungen wie z.B. .psd (Photoshop) oder .cpt (Corel Photopaint). Pixeldaten können nur sehr begrenzt skaliert werden, entscheidend für ihre Verwendbarkeit ist ihre Auflösung. Für alle professionellen Druckanwendungen beispielsweise bei Broschüren sind 300 dpi (Bildpunkte pro Inch) eine gute Auflösung, ein Digital-drucker, der Ihre Messepanels druckt kommt mit 100 dpi zurecht, für Bildschirm-  darstellungen reichen 72 dpi bzw 96 dpi.

 

 

"gleiche" Farben

 

Wann sind Farbflächen gleich? Geht man mit Alltagserfahrungen an diese Frage, so mag man spontan antworten: wenn die Fläche mit dem gleichen Stift gezeichnet wurde. Diese Einschätzung stellt allerdings jeder gleich in Frage, der den Test macht und mit dem gleichen Stift eine Fläche auf unterschiedliche Papieren zeichnet. Der Unterschied wird umso deutlicher je unterschiedlicher die Papiere sind, glatt oder rau, weiss oder eher gelblich, saugfähig oder eben nicht. Auch der aufgewendete Druck auf den Buntstift und damit der erzeugte Abrieb hat unterschiedliche Farbergebnisse zur Folge. Versucht der Tester dann darüber hinaus mit einem gelben Buntstift eine gleiche Fläche zu erzeugen wie mit einem gelben Filzstift, wird er auch hier feststellen, dass die Farbabweichung der Flächen immens sind.

 

Hier spiegelt sich die gleiche Problematik wie bei dem Druck von Firmenlogos auf unterschiedlichen Oberflächen wie beispielsweise Briefbögen, Broschüren oder Messetafeln.

 

Logo in Sonderfarbe auf unterschiedlichen Papieren

 

Ist die Hausfarbe als HKS oder als Pantone-Farbe festgelegt, ist das so, als verwende man immer den gleichen Stift. Die Farbvariabilität wird in diesem Fall verursacht durch die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit, die Saugfähigkeit und Eigenfarbe des gewählten Papiers. Geschäftsausstattungen werden im allgemeinen auf Naturpapiere gedruckt, Broschüren üblicherweise auf Kunstdruck- oder Bilderdruck-Papier. Diese Papier-Sorten haben durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren auch unterschiedliche Oberflächen und damit prinzipiell unterschiedliche Eigenschaften. Dazu kommt, dass es keinen Papier-Hersteller gibt, der eine durchgehende Papier-Farbpalette anbietet, die sowohl Kunstdruck- als auch Feinpapiere umfasst. Die Farbe des Broschüren-Papiers wird sich also von der Farbe des Briefpapiers unterscheiden.

In sehr beschränktem Maß kann das ausgeglichen werden, indem für die unterschiedlichen Papiere leicht unterschiedliche Farbtöne benutzt werden, die Sonderfarben-Hersteller haben dafür speziell aufeinander abgestimmt Farben entwickelt. Erkennbar ist diese Unterschiedlichkeit an der Farbbezeichnung, z.B. wird im HKS System verwendet

 

HKS N für Naturpapier,

HKS K für Kunstdruckpapier,

HKS Z für Zeitungspapier.

 

Wie deutlich aber trotzdem die Unterschiedlichkeit ist erkennt man, wenn man die von den Farbherstellern produzierten Farbfächer für die unterschiedlichen Papierarten nebeneinander legt und korrespondierende Farben vergleicht. Als Beispiel sei ein leuchtendes Königsblau (HKS 43) auf glattgestrichenem Karton genannt, das auf mattem – also Standard-Briefpapier – dunkelblau und dumpf, obwohl es sich um den gleichen Farbtopf handelt. Zu diesem Material-bedingten Abweichungen kommt noch eine weitere Unbekannte hinzu: die aufgetragene Schichtdicke. Diese Schichtdicke ist zum einen natürlich abhängig von den sehr sensiblen Druckmaschinen-Einstellung, zum anderen aber auch beeinfusst durch z.B. die Luftfeuchtigkeit, die Auswirkungen auf die Viskosität der Farbe hat.

Logo in CMYK

 

Hat man eine Farbe nicht als Sonderfarbe festgelegt sondern im für den Offset-Druck üblichen CMYK-Modus, kommt zu der Schwankungsbreite durch die unterschiedlichen Papiere und die verwendeten Farbauftragsdicken noch die Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen in der Zusammensetzung hinzu. Die Farbzusammensetzung ist zwar im Prinzip festgelegt – beispielsweise 60 % Magenta, 100 % Yellow für ein orange – die Praxis zeigt allerdings, dass durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Bildelemente auf einer Seite es unter Umständen notwendig ist, beispielsweise die Schichtdicke des Magenta etwas zu reduzieren damit die Gesichter von Personen auf der Seite nicht zu rot werden.

 

Druckdatenvorbereitung für den Offset-Druck

 

Auch der Einzug der Digitalproofs in die Druckdatenerzeugung, der den klassischen Andruck heute praktisch vollkommen abgelöst hat, hat Druckerzeugnisse etwas unberechenbarer gemacht. Die Aufbereitung von Druckdaten ist dadurch zwar deutlich günstiger geworden, die Verbindlichkeit des Farbeindrucks vom Proof gegenüber dem Endprodukt ist allerdings niedriger geworden. Die daraus resultierenden Farbabweichungen sind allerdings für etwa 99 % aller Kunden absolut ok. Diejenigen, die einen Weg mit höherer Sicherheit gehen wollen, müssen ihn heute deutlich teurer bezahlen. Das Know-How und auch das technische Equipment für einen klassischen Andruck ist inzwischen nur noch sehr vereinzelt verfügbar und damit sehr teuer einzukaufen.

 

Digital-Druck

 

Neben dem Offset-Druck ist heute der Digital-Druck sehr weit verbreitet. Er wird hauptsächlich angewandt wenn kleine Auflagen erzugt werden, z.B. beim Druck von Messestand-Materialien. Der Begriff Digital-Druck wird sehr unterschiedlich verwendet, die einen bezeichnen schon eine Farbkopie als Digitaldruck, die anderen meinen speziell von Druckmaschinen-Herstellern vertriebene Spezial Drucksysteme. Die Qualität dieser Digitaldrucke ist sehr stark von der Art der verwendeten Systeme abhängig. Den meisten Digitaldruck-Systemen gemeinsam ist, dass sie keine Sonderfarben drucken. Das macht sich vor allem bei Unternehmen bemerkbar, die als Hausfarbe eine Sonderfarbe definiert haben. Zwar gibt es empfohlene Umrechnungen von Sonderfarben ins CMYK System, eine exakte Abbildung der Farbe ist dabei allerdings niemals erreichbar. Es gibt manche Farbtöne, die sich als CMYK-Umsetzung im prinzip garnicht erzielen lassen. dazu gehören fast alle Pastellfarben und viele Orangetöne.

 

Farbfestlegung per PDF und Monitor-Darstellung

 

Häufig werden zur Abstimmung eines Produktionsprozesses zunächst PDF Files verwendet, die auf einem Monitor betrachtet werden. Dabei ist zu beachten, dass sich die Farbdarstellung des Monitors vom Sender zum Empfänger im allgemeinen stark unterscheidet. Zum einen spielen hier individuelle Monitoreinstellungen eine Rolle, zum anderen sind Prinzipiell die Monitore in Windows®-Systemen etwas dunkler und farbintensiver als bei Macintosh-Systemen. Außerdem arbeiten Monitore im RGB-Farbraum, der einen wesentlich größeren Farbraum hat als mit vier Farben im Druck (CMYK) dargestellt werden können. Per Monitor dargestellt Farben sind immer wesentlich leuchtender und klarer als sie prinzipiell auf Papier dargestellt werden können.

Büroübliche Farblaser- oder Tintenstrahlausdrucke liefern ebenfalls nicht reproduzierbare Farbergebnisse, da im Prinzip jeder Drucker mit anderen Farben arbeitet, eventuell mit anderen Druckprinzipien und weil zudem die erhältlichen Druckerfarben nicht standardisiert sind.

 

Pressemitteilung schreiben – ein paar Tipps

 

Pressearbeit ist die ideale Ergänzung zur klassischen Werbung. Allerdings ist eine Pressemitteilung kein Werbetext und deshalb muss er informativ und objektiv sein. Aber seien Sie gnädig mit den potentiellen Lesern, nicht jeder steckt so tief in der Materie Ihres Produktes wie Sie selbst. Vermeiden Sie allzu tiefe Technik und spezielle Fachtermini. Schreiben Sie vom Nutzen und der Anwendung und nicht von den technischen Details im Innenleben Ihres Produkts. Bauen Sie den Text sorgfältig auf.

Über die Überschrift "fangen" Sie den Leser ein, hier erkennt er ob er sich für das Thema interessiert, oder auch nicht. Als nächstes kommt ein Vorspann, der in wenigen Worten die wichtigsten Infos transportiert. Formulieren Sie für sich ein "wer macht was mit wem zu welchem Zweck" und Sie sind wahrscheinlich auf dem richtigen Weg. Im Fließtext können Sie ausführlicher werden, bleiben Sie trotzdem dabei wichtige Details eher an den Anfang, weniger wichtiges an den Schluss zu schreiben. Dabei sollten Sie allerdings eine Seite nicht überschreiten. Schließen Sie die Pressemeldung immer mit ein paar Worten zum Unternehmen ab, nennen Sie einen Ansprechpartner für die Redakteure und legen Sie wenn möglich ein illustratives Pressefoto bei.

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